16 Tipps wie du Kunden findest – Neukundengewinnung

16 Tipps wie du Kunden findest – Neukundengewinnung

Kundinnen für dein Business zu finden ist deine wichtigste Aufgabe. Denn ohne Kunden kein Business – so einfach ist das.

In diesem Artikel geht es um die erste große Frage der Neukundengewinnung: Wo findest du die Menschen, die zu dir und deinem Angebot passen?

In diesem Artikel erfährst du:

  • welche Vorüberlegungen dir die Kanalwahl abnehmen
  • warum Social Media dazugehört und was es wirklich ist
  • welche 16 Kanäle es für deine Neukundengewinnung gibt
  • wie du mit dem ICE-Score entscheidest, womit du anfängst
Kurz & knapp

Es gibt nicht den einen richtigen Kanal. Es gibt den, der zu deinem Business, deiner Zeit und deinem Geldbeutel passt. Dieser Artikel zeigt dir 16 Wege zur Neukundengewinnung, sortiert nach Tempo und Kosten und eine einfache Logik, mit der du deine Kanäle auswählst, statt jedem Trend hinterherzulaufen.

Neukundengewinnung: Wo finde ich neue Kundinnen?

Übersicht

Das ist der erste Schritt. Danach kommt der Verkauf – ein anderes, großes Thema für sich.

Bevor wir tiefer einsteigen, gehe ich auf ein paar Aspekte ein, die du meiner Erfahrung nach vorab für dich klar haben solltest.

Auf den Punkt

Neukundengewinnung heißt: sichtbar werden und sagen, dass es dich gibt. Dafür gibt es viele Kanäle – von SEO über Empfehlungen bis Social Media. Kein Kanal ist Pflicht, aber einer allein reicht selten. Wähle die zwei bis drei, die zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe und deinen Ressourcen passen, und bau sie konsequent aus.

Sichtbar werden heißt: raus gehen

In dem du raus gehst und sagst, dass es dich gibt.

Klingt so einfach und das ist es auch.

Egal wofür du dich entscheidest, es bedeutet, dass du sichtbar wirst.

Ja, das macht dich auch angreifbar.

Ja, andere haben sicherlich eine andere Meinung.

Oder sie finden dich blöd.

Sie lehnen dich ab, indem sie nicht oder woanders kaufen.

Das fühlt sich echt Schei**e an, sich dem jeden Tag aufs Neue auszusetzen.

Macht sich vielleicht auch nicht gut auf Insta.

Doch es gehört dazu, wenn du selbständig bist und Geld verdienen willst.

Entweder ganz oder gar nicht.

Wozu gehörst du?

Braucht dein Business lange oder kurze Aufmerksamkeit?

Bevor du dich für Kanäle entscheidest, stell dir eine Frage: Braucht dein Business Menschen mit einer längeren oder einer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne?

  • Verkaufst du etwas, das Vertrauen und Verständnis braucht – Beratung, Therapie, erklärungsbedürftige Angebote (so wie ich) –, dann brauchst du Kanäle, auf denen Menschen dir länger zuhören: Blog, Podcast, Vortrag, langes Video.
  • Reicht ein kurzer Impuls oder etwas Inspiration, damit gekauft wird – impulsive, visuelle oder emotionale Angebote –, dann funktionieren für dich kurze Formate: Reels, Karussells, Stories.

Diese eine Frage sortiert schon die halbe Liste vor.

Nachhaltige und ganzheitliche Inhalte

Das ist in meinen Augen der wichtigste Aspekt, denn meine Ressourcen sind endlich – egal ob Zeit, Geld oder Arbeitskraft.

Daher verwende ich all meine Inhalte mehrfach. Meine Themen

  • Webseiten
  • SEO (bei Google gefunden werden)
  • Künstliche Intelligenz (KI)
  • selbständig sein

greifen ineinander und ergänzen sich. So bediene ich mit einem Inhalt gleichzeitig mehrere Kanäle.

Der Trick dahinter: Du erstellst ein großes Stück und zerlegst es in viele kleine.

  • Longform sind Blogartikel, Podcast oder YouTube-Video.
  • Shortform sind Reels, Karussells oder LinkedIn-Beiträge.

Aus einem Longform-Stück werden so Wochen an Shortform-Inhalten.

Prinzip: Longform ist dein Anker, Shortform ist dein Verteiler. Der Blogartikel, der Podcast, das lange Video sind deine Gedanken oder Erfahrungen in deinen Worten ausgedrückt – Social Media bringt Menschen dorthin. Die meisten machen nur Social Media und lassen den Anker weg. Das ist schnell, aber es macht abhängig und baut langfristig auf Sand.

Du willst sichtbar werden?

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das will ich haben

Was ist mit Social Media?

Viele Gründerinnen träumen davon, ohne Social Media auszukommen. Ich verstehe das und trotzdem gehört es dazu.

Social Media ist nichts anderes als die digitale Variante vom Flyer verteilen. Du gehst raus und zeigst, dass es dich gibt. Schaltest du Ads, ist das, als würdest du Menschen dafür bezahlen, deine Flyer zu verteilen. Es ist die schnellste Art, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen und überhaupt zu starten.

Social Media lässt sich reduzieren und teilweise automatisieren.

Ganz ohne dich persönlich funktioniert Social einfach nicht. Wenn du ganz am Anfang bist, überleg dir gut, ob du wirklich auf diesen Kanal verzichten willst.

Was für Probleme haben die Menschen, die ich lösen kann?

Eine meiner Kundinnen sagte mir mal:

Kinesiologie ist die Lösung.

Denn in ihren Augen löst Kinesiologie alle Probleme.

Doch Menschen suchen selten direkt nach der Methode, mit der sie ihr Problem lösen könnten. Menschen haben Probleme, über die sie sich mehr oder weniger bewusst sind. Sie suchen online – bei Google, YouTube, TikTok oder KI – nach deren Lösung.

Bei einigen Problemen hat sich die Lösung (sprich die Methode) bereits herumgesprochen:

  • abnehmen mit Hypnose
  • rauchen aufhören mit Hypnose

Denk mal nach, wie du das Internet nutzt: gibst du online ein Problem ein oder eine Methode?

Ganz ehrlich unter uns: wenn du ein Problem hast, ist dir doch eigentlich relativ egal, WIE das Problem gelöst wird – Hauptsache es ist weg.

Meine Kundinnen haben oft Probleme mit WordPress und ich habe mir Gedanken dazu gemacht, welche Probleme ich lösen kann und welche nicht. Da ich bis heute noch nicht programmieren kann, suche ich mir entweder einen Kooperationspartner oder ich lehne den Auftrag ab.

Sprich in der Sprache deiner Kundinnen

Meine Kundinnen haben laut eigener Aussage Stress mit dem digitalen Kram.

Und darunter fällt einiges:

  • die Homepage funktioniert nicht (es geht also um ihre Webseite, egal ob WordPress, Jimdo oder Wix)
  • sie haben Facebook-Probleme (wo auch immer: im Profil, auf der Seite, bei Ads, bei Beiträgen …)
  • sie wollen online gefunden werden (aka SEO/ GEO)
  • sie wollen kontaktiert werden (und brauchen Tools für Online-Termine)
  • sie wollen von ihrer Webseite automatisch auf Facebook posten (sie brauchen Social-Sharing-Tools)
  • sie brauchen ein E-Mail-Programm für Newsletter (E-Mail-Marketing oder Newsletter-Tool)

Sie drücken ihre Probleme ganz anders aus, als ich es als Expertin täte. Doch wenn ich in meinem Fachchinesisch bleibe, dann verstehen sie gar nicht, dass ich jemand bin, der ihnen helfen könnte. Das wäre schade …

Also: besser verständlich ausdrücken, auch wenn du dich unter Expertinnen ganz anders unterhalten würdest.

Was kostet mich welche Maßnahme?

Nicht nur an Geld, wie zum Beispiel Budget für Facebook- oder Google-Ads. Sondern auch meine Zeit hat einen Wert, nämlich meinen Stundensatz.

Ganz allgemein gesagt: Liegen Dienstleistungen unter meinem Stundensatz, kaufe ich sie besser ein, als sie selbst umzusetzen. Buchhaltung oder Google-Ads fallen für mich ganz klar unter dieses Beispiel.

Videos erstellst du dagegen besser selbst, denn deine Menschen sollen dich ja kennenlernen und Vertrauen aufbauen.

Nimm das, was für dich leicht geht und Sinn macht

Ich habe für mich festgelegt, dass ich Blogartikel schreibe, denn

  • Blogartikel sind für mich nachhaltig, denn sie bleiben so lange auf meiner Webseite, bis ich sie lösche
  • ich habe die Kontrolle über meine Inhalte und bin unabhängig von den Launen der sozialen Medien
  • sie fließen in meine Vorträge, Beratungen oder Kurse ein
  • ich verdiene damit Geld über die VG Wort
  • dadurch werde ich bei Google gefunden
  • ich kann sie immer wieder (automatisiert) in den sozialen Medien teilen
  • ich kann sie mit Werbeanzeigen pushen und mehr Menschen auf meine Webseite lenken
  • es tragen sich neue Menschen in meinen Newsletter ein
  • sie zeigen meine Expertise

Somit bediene ich mehrere Punkte des Marketing-Mix gleichzeitig. Für dein Business kann etwas ganz anderes sinnvoll sein.

Noch ein Wort zum Thema leicht & Leichtigkeit:

alles, was du zum ersten Mal machst, fällt dir am Anfang wahrscheinlich auch schwer. Je öfter du das machst, desto leichter wird es mit der Zeit.

Erinnere dich bitte mal daran, wie es war Fahrrad oder Auto fahren zu lernen: du wirst wohl ein paar Mal hingefallen sein, dir das Knie oder den Ellenbogen aufgeschürft haben, bist vielleicht so wie ich in der Hecke oder auf dem Feld gelandet, bevor das alles richtig geklappt hat.

Das ist normal, niemand hat dir damals erzählt, es wäre am Anfang leicht und die Leichtigkeit kam auch erst mit der Zeit. Also bitte sei realistisch und bleib dran!

Die 16 Kanäle für deine Neukundengewinnung

Jetzt zur konkreten Liste. Jeder Kanal hat einen kurzen Tag – online oder offline und schnell/teuer oder langsam/nachhaltig – und eine Zeile, für wen er sich lohnt. So siehst du auf einen Blick, was zu dir passt.

1. Gastbeiträge & Interviews

Online · langsam, aber nachhaltig

Finde für dich relevante Kanäle, deren Zielgruppe du durch deine Expertise weiterhilfst oder bereicherst. Gastbeiträge sind sicherlich am aufwendigsten, doch auch am nachhaltigsten. Schau dich um, wer in deiner Nische Podcasts, YouTube-Kanäle oder Live-Interviews anbietet, und überlege, welche deiner Themen gut dazu passen.

Lohnt sich für dich, wenn du dich in fremden Reichweiten als Expertin zeigen willst und Themen hast, die dort reinpassen.

2. Presse & Medien

Online & Offline · mittel, aber reichweitenstark

Wenn du es mit deinem Business in Magazine, Zeitungen und ins Fernsehen schaffst, erreichst du sehr viele Menschen, die sich genau für dein Thema interessieren.

Lohnt sich für dich, wenn dein Thema gesellschaftlich relevant ist und du Reichweite und Autorität auf einmal willst.

3. Online-Werbeanzeigen

Online · schnell, aber teuer

Die schnellste, jedoch zumeist auch teuerste Art, viele Menschen online zu erreichen, ist es, Werbeanzeigen auf Google, Facebook und Co. zu schalten. Relativ günstig sind Reichweite-Anzeigen auf Spotify oder YouTube im Vergleich zu Google- oder Facebook-Ads.

Lohnt sich für dich, wenn du schnell viele Menschen erreichen willst und ein Budget zum Testen hast.

4. Offline-Werbeanzeigen

Offline · schnell, aber teuer

Natürlich ist es bis heute möglich, Anzeigen in Zeitungen oder Zeitschriften zu schalten. Das ist dann empfehlenswert, wenn es um Medien geht, die eine ganz bestimmte Zielgruppe erreichen.

Lohnt sich für dich, wenn du eine klar umrissene lokale oder fachliche Zielgruppe über ein bestimmtes Medium erreichst.

5. SEO & GEO

Online · langsam, aber nachhaltig

Die englische Abkürzung für Search Engine Optimization bedeutet so viel wie: bei Google gefunden werden mit den Themen und Produkten, die du anbietest. SEO funktioniert für fast jedes Business und lohnt sich deshalb von Anfang an.

GEO steht für Generative Engine Optimization und ist die jüngere Schwester von SEO. Hier geht es darum, dass nicht nur Google dich findet, sondern auch KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Googles KI-Übersichten dich in ihren Antworten nennen. Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen direkt einer KI statt einer Suchmaschine und du willst in diesen Antworten vorkommen. Die gute Nachricht: sauberes SEO ist die Basis für GEO, du arbeitest also an beidem gleichzeitig.

Lohnt sich für dich, wenn Menschen aktiv nach der Lösung deines Themas suchen – also fast immer.

6. Content-Marketing

Online · langsam, aber nachhaltig

Content bedeutet so viel wie Inhalte. Hier erstellst du sinnvolle Inhalte, die deine Wunschkundinnen interessieren, ob Blogartikel, Bilder, Infografiken, Webstories, Videos oder ganz analog ein Flyer.

Diese Inhalte zu erstellen ist bereits eine große Herausforderung, denn was immer du auch erstellst: es muss langfristig und regelmäßig erscheinen.

Lohnt sich für dich, wenn du gern Inhalte erstellst und langfristig Vertrauen und Sichtbarkeit aufbauen willst.

7. Email-Marketing

Online · mittel und sehr nachhaltig

Auch wenn diese Marketingform jedes Jahr neu totgesagt wird, hält sie sich seit Jahrzehnten beständig. Wir alle lesen Emails und erwarten sie zur Kommunikation, zum Beispiel wenn wir etwas bei Amazon oder eBay bestellen. Du wärst sicher überrascht, stattdessen eine WhatsApp-Nachricht zu bekommen.

Zudem unterliegt ein Newsletter deiner Kontrolle. Das macht dich unabhängig von den Launen der sozialen Medien.

Lohnt sich für dich, wenn du eine echte Beziehung aufbauen und unabhängig von Plattformen sein willst.

8. Kostenlose Angebote

Online · mittel, nachhaltig

Ohne Vertrauen geht gar nichts, das wissen wir seit Langem. Deshalb gab und gibt es

  • kleine Duftpröbchen in Zeitschriften
  • Verkostungen im Einzelhandel
  • aufgeschnittene Häppchen beim Händler auf dem Wochenmarkt

In der Onlinewelt heißen diese kostenlosen Angebote Freebies oder Lead Magnet, damit wir uns ganz unverbindlich kennenlernen können.

Lohnt sich für dich, wenn dein Angebot erklärungsbedürftig ist und Menschen dich erst kennenlernen müssen.

9. Kooperationen

Online & Offline · mittel

Das ist die Erweiterung von Punkt 1: finde Menschen, die eine Zielgruppe haben, für die dein Angebot sinnvoll sein könnte. Schau, wie alle Beteiligten profitieren und legt vorher fest, wie die Kooperation ausgestaltet wird.

Lohnt sich für dich, wenn es Menschen gibt, die deine Zielgruppe schon haben und mit dir gemeinsam gewinnen.

10. Kaltakquise

Offline · schnell, aber unbequem

Die einfachste Art, dein Angebot zu verkaufen: du greifst zum Telefonhörer und sprichst Menschen direkt an.

Viele schreckt diese Methode ab, weil sie Angst vor Ablehnung haben. Das ist ganz natürlich. Doch überlege mal, wie viele Neins du dir tagtäglich sowieso abholst.

Stimmt nicht?!

Doch.

Natürlich eher implizit als explizit, durch all die Menschen, die NICHT bei dir kaufen.

Falls das ein Weg für dich sein könnte, empfehle ich dir das Buch von Tim Taxis: Heiß auf Kaltakquise.

https://youtu.be/tpKI6udMOss

Lohnt sich für dich, wenn du im B2B arbeitest und deine Wunschkundinnen klar benennen kannst. Achte auf die gesetzlichen Vorgaben hierzu, um Abmahnungen zu vermeiden!

11. Affiliate- (Empfehlungs-) Marketing

Online · mittel

Hier erhältst du Provisionen für erfolgreiche Empfehlungen von Produkten anderer. Du brauchst keine eigenen Produkte, sondern bietest den Zugang zu deiner Zielgruppe, die für diese Produkte relevant ist.

Lohnt sich für dich, wenn du Zugang zu einer Zielgruppe hast, aber (noch) keine eigenen Produkte.

12. Soziale Medien

Online · schnell, aber pflegeintensiv

Hier postest du deine Inhalte (siehe Punkt 6) auf den Kanälen, auf denen deine Wunschkundinnen aktiv sind – sei es Facebook, Instagram, LinkedIn oder TikTok. Bediene nur die Kanäle, die für dich Sinn machen. Lieber einen intensiv als alle nur ein bisschen. Mehr dazu im Abschnitt weiter oben.

Lohnt sich für dich, wenn deine Wunschkundinnen dort aktiv sind und du regelmäßig präsent sein magst.

13. Messen oder Online-Kongresse

Online & Offline · mittel, aber investiv

Je nachdem, was für deine Branche relevant und sinnvoll ist. Bedenke, dass auch Online-Kongresse Geld kosten: manchmal nur deine Zeit, oft aber echtes Budget, mit dem du dich einkaufst. Zudem wird erwartet, dass du deine bestehenden Kontakte einbringst und für das Event wirbst.

Lohnt sich für dich, wenn in deiner Branche auf Messen und Kongressen gekauft wird und du dein Netzwerk einbringen magst.

14. Offline-Events & Netzwerken

Offline · langsam, aber nachhaltig

Egal ob online oder offline – Netzwerke helfen dir immer, auch wenn du jetzt noch nicht genau weißt, wie diese Hilfe aussehen könnte. In meinem Blogartikel 8 Tipps zum Netzwerken (auch für Schüchterne) findest du einige Anregungen. Schau, welche Netzwerke für dich sinnvoll sind, und geh zu verschiedenen Treffen.

Lohnt sich für dich, wenn du im persönlichen Kontakt am stärksten bist und lokal oder regional wirken willst. Gerade wenn du noch am Anfang stehst und Rückmeldungen zu deinem Angebot brauchst, ist diese Möglichkeit ideal.

15. Vorträge

Offline & Online · mittel, aber sehr wirkungsvoll

Gerade bei Events (siehe Punkt 13 und 14) bietet sich meistens die Möglichkeit, Vorträge oder Workshops zu deinem Thema zu halten. Du positionierst dich als Expertin vor Menschen, die an deinem Thema interessiert sind.

Lohnt sich für dich, wenn du dich vor einem interessierten Publikum als Expertin zeigen willst.

16. Community aufbauen

Online · langsam, aber sehr nachhaltig

Gerade in Gruppen verbinden sich viele Menschen mit gemeinsamen Interessen oder Problemen. Eine sehr zeitintensive, doch lohnende Maßnahme ist der Aufbau deiner eigenen Gemeinschaft. Hier bist du nah an den Menschen, denen du helfen willst, und verstehst am schnellsten ihre Sorgen, Nöte und Bedürfnisse. Dementsprechend erstellst du deine Angebote.

Bedenke: eine Gemeinschaft besteht aus Geben und Nehmen. Nicht aus einer beliebigen Anzahl von Menschen, die nur daran interessiert sind, bei dir zu kaufen.

Lohnt sich für dich, wenn du nah an deinen Menschen sein und sie langfristig binden willst.

Womit fängst du an? Der ICE-Score

16 Kanäle und jetzt? Damit du nicht alles auf einmal versuchst, hilft dir der ICE-Score. Du bewertest jeden Kanal in drei Spalten von 1 bis 10:

  • Impact: Wie viel bringt dir dieser Kanal?
  • Confidence: Wie sicher bist du, dass er für dich funktioniert?
  • Ease: Wie leicht fällt er dir?

Punkte addieren, höchste Summe zuerst, das setzt du dann um. Wie das mit der Eisenhower und Pareto Methode zusammenspielt, liest du in meinem Artikel 3 Zeitmanagement-Methoden, die zusammen wirken.

So sieht eine Bewertung im Tool aus:

Bild

Du kannst den ICE-Score direkt ausprobieren: In meiner kostenlosen Sichtbarkeits-Challenge gibt es ein kleines Tool dafür, mit dem du deine Kanäle bewertest und sofort siehst, womit du starten solltest.

Hier geht's zur kostenlosen Sichtbarkeits-Challenge (Link folgt – URL reichst du nach)

Fazit

Es gibt bei der Neukundengewinnung nicht den einen richtigen Weg. Probiere verschiedene Kanäle aus und halte fest, welche für dich am besten funktionieren. Diese baust du weiter aus, bevor du in neue investierst. Daraus ergeben sich dann auch die Tools, die du zur Umsetzung brauchst.

Lieber zwei Kanäle, die du wirklich pflegst, als zehn, die du nur anreißt.

Kurz-Check: deine Kanäle
  • Braucht mein Business lange oder kurze Aufmerksamkeit – und welche Kanäle passen dazu?
  • Habe ich einen Longform-Anker, den ich für Social zerlege, oder hänge ich nur an kurzen Formaten?
  • Welche zwei bis drei Kanäle bekommen beim ICE-Score die höchste Punktzahl – und fange ich dort an?

Häufige Fragen zur Neukundengewinnung

Was ist die beste Methode zur Neukundengewinnung?

Es gibt keine beste für alle. Am besten ist der Kanal, der zu deinem Angebot, deiner Zielgruppe und deinen Ressourcen passt. Wähle zwei bis drei und bau sie konsequent aus.

Wie gewinne ich Kunden ohne Social Media?

Das geht – über SEO, Empfehlungen, Vorträge, Netzwerke oder E-Mail-Marketing. Aber Social Media ist der schnellste Weg, überhaupt in Kontakt zu kommen. Gerade am Anfang solltest du gut überlegen, ob du darauf verzichten willst.

Wie finde ich als Anfängerin meine ersten Kundinnen?

Fang dort an, wo deine Wunschkundinnen schon sind, und geh raus: sag, dass es dich gibt. Social Media und persönliche Ansprache bringen am schnellsten die ersten Kontakte.

Wie viele Kanäle sollte ich gleichzeitig bedienen?

Lieber wenige richtig als viele halb. Zwei bis drei Kanäle, die zueinander passen, reichen für den Anfang völlig.

Was kostet Neukundengewinnung?

Immer entweder Zeit oder Geld – oft beides. Ads kosten Budget und wirken schnell, SEO und Content kosten Zeit und wirken langfristig. Rechne deine eigene Zeit mit deinem Stundensatz mit ein.

Du arbeitest viel,
aber auch an der richtigen Stelle?

Der Business-Check zeigt dir in 2 Minuten, wo es bei dir wirklich hakt und womit du es änderst.

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